Bobby Car Racing

 

Bobby Car Racing: Ein Kinderauto macht Karriere

Das Spielzeugauto „Bobby Car“ wird zum Funsport-Fetzer. Das meistverkaufte Kinderauto der Welt macht Karriere als Mini-Raser. Mit aufgemotzten Bobby Cars brettern gestandene Männer über die Straßen.

Bobby Car RacingGeburtsstätte des neuen Bobby-Car-Sports ist die kleine Ortschaft Silberg im Sauerland. Geburtstag der Vatertag im Jahr 1994. Die Väter feierten ausgelassen in einem Garten, die Kinder bretterten auf Bobby Cars die Straße hinunter. Weil sich ein Nachbar über den „Straßenlärm“ beschwerte, griffen die angeheiterten Väter kurzerhand selbst zum Kinderauto. Und es machte Spaß, so viel Spaß, dass die neu entdeckte Leidenschaft zur Gründung des „Bobby Car Clubs Deutschland“ führte.

Kein Verein ohne Regeln: genau vorgeschrieben ist, welche Veränderungen an dem Flitzer vorgenommen werden dürfen und welche nicht. So ist es beispielsweise verboten, die Maß des Bobby Cars zu verändern oder Motoren einzubauen. Verpflichtend vorgeschrieben ist dafür eine Hupe, Schutzbekleidung und ein Helm. Denn ganz ungefährlich ist die Raserei bei hohen Geschwindigkeiten nur wenige zentimeter über dem Asphalt natürlich nicht. Darum ist die Strecke auch mit dicken Strohballen abgesichert.

Große Freude haben die erwachsenen Tüftler vor allem dabei, ihre Rennautos aufzumotzen: Keramik-Kugellager, Speziallenkung und Leichtmetallräder gehören fast schon zur Grundausstattung erfolgreicher Bobby Cars.

Strohballen schützen die Rennfahrer vor unanfter LandungImmer am 1. Mai herrscht Ausnahmezustand in Silberberg. Am Bobby-Car-Tag rasen die Fans auf einem halsbrecherischen Parcours durch die Ortsmitte von Silberg. Der schnellste Raser kam bisher immerhin auf knapp über 100 Stundenkilometer. Das Bobby Car Fieber greift nun auch in anderen Teilen Deutschlands um sich: In acht Landesmeisterschaften und einer deutschen Meisterschaft werden die besten Rennfahrer ermittelt.

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